Montag, 2. November 2015

2027 - eine Horrorvision

Eine (besorgniserregende Utopie)
Wir schreiben das Jahr 2027.
Das Pastafaritum hat mittlerweile den Islam überrundet, und ist nach dem Christentum, zweitgrößte Religion.
Aufgrund fortgesetzter Kirchenaustritte, werden Pastafaris demnächst den ersten Platz erobern.
Überall findet an einem Freitag eine Nudelmesse statt.
Das Pastafaritum ist zu einem Allgemeingut geworden, seine "Riten" zu allseits selbstverständlichen Ritualen.
Dieses Wachstum ist bewundernswert.
Und verachtenswert zugleich.


Pastafaris engagieren sich in lobbyistischen Ausschüssen.
Sie produzieren eigene Pasta.
Sie sind gesellschaftlich durchgängig akzeptiert.
Ist dies nicht eine zutiefst verschreckende Vision?
Wir Pastafaris, gedacht als Religionskritiker und Kritiker jedweger absolutistischen Ideologie, verkommen zu dem, was wir kritisieren?
Zu weit hergeholt?
Mitnichten!
Ich treibe mich recht häufig in anderen FSM Gruppen herum.
Und dort sehe, lese ich genau DAS:
Eine absolutistische Sichtweise des Pastafaritums.
Warum sind wir hier?
Warum sind wir Pastafaris, warum Piraten?
Um ein Gegengewicht zu bilden zu den absolutistischen Ideologien, seien sie religiös oder politisch, das ist egal.
Das hört sich vernünftig an, oder?
Aber ist dies ein leichtes Los?
Nein.
Mit Hilfe des "Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters" können wir eine Brücke schlagen zu evolutionär-humanistischem Gedankengut.
Dann beginnt der "Spaß".
Wir finden uns in einer Position (sofern wir es ernst meinen), die die meisten Menschen nicht teilen werden.
Zwei Ebenen der Wahrnehmung.
Die offensichtliche:
Da ist ein chaotischer Haufen, der an die Existnz einer riesen Portion Spaghetti glaubt.
(Was auf uns Deutsche nicht zutrifft. Wir begreifen uns nicht als Religion, sondern als Weltanschauungsgemeinschaft!)
Zweite Wahrnehmungsebene:
Da ist ein Haufen wirklich sehr intelligenter Menschen, die rational-kritisch alles hinterfragen, mit dem sie konfrontiert werden.
Ein wahrlich unbequemer Haufen.
Aber genau dies brauchen wir heute mehr denn je:
Menschen, die kritisch alles(!) hinterfragen!
Lange Rede, kurzer Sinn:
Lasst nicht zu, dass sich unsere Ideologie institionalisiert!
Seid immer aufs äußerste kritisch.
Seid ein INDIVIDUUM, keine Marionette.
Gepriesen sei das Fliegende Spaghettimonster.
RAmen

1 Kommentar:

  1. eine Art Pastafari-Leitkultur? Besser als ein abendländisch-christlicher Rückfall! Oder ist vielleicht das etwas für Rastafaris? https://www.openpetition.eu/petition/online/werte-der-aufklaerung-als-europaeische-leitkultur
    Immerhin geht es da auch um konsequenten Säkularismus.

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